Ausstellung

„Zeichnungen und Keramik aus dem Kunsthaus Kannen“

Lidmanskygasse 8, 9020 Klagenfurt
22.02. - 14.04.2018

Klaus Mücke geb. 1943
arbeitet ständig an der Serie „Frau Blume“, die er nahezu die Bildgrenzen sprengend auf Papier bannt.“ Konzentriert und ohne Zögern trägt er die Konturen auf, um sie mit wiederholenden Linien mehr und mehr auszudehnen. Klaus Mücke hat in seiner Kunst eine Formensprache erfunden, die unverkennbar seine ist.

Josef Schwaf, geb 1928 - 2002
positioniert seine Figuren zentral im Bild. Sie treten auf, sie posieren, sie haben sich versammelt. Meist schauen sie den Betrachter an, manchmal wenden sie den Blick auch leicht zur Seite, als würden sie dem Blick des Betrachters ausweichen. Aus Punkten und Strichen zusammengesetzt, wirken sie wie von bunten Lichtern illuminiert, für den Auftritt im Bild kostümiert, geschminkt und geschmückt.

Wolfgang Brandl (geb. 1957) ist Dichter und Maler, beides für sich. So eröffnet er uns parallele Auseinandersetzungen mit der einen Welt. „Sein literarisches Werk ist ein poetischer Protest gegen bestehende gesellschaftliche Konventionen. Dort ruft der Künstler in leiseren Tönen zu einer besseren Welt auf.“ 

Die Plastiken formt Helmut Licznierski (geb. 1957)aus vielen kleinen, länglichen Stücken weißen oder braunen Ton die er aufeinander schichtet. Dadurch entstanden mit den Jahren zahlreiche verschieden gestaltete Plastiken, beruhend auf diesem immer wiederkehrenden Konzept. Die einzelnen Werke sind jedoch nicht alle identisch, auch wenn sie nach dem gleichen Schema geschaffen wurden.

Hans-Jürgen Fränzer ( geb. 1942 gest. 1970) trat zielstrebig zum Maltisch, notiert oder zeichnet seine Gedanken auf, übermalt das ganze Blatt mit farbiger Kreide und setzt mittig das Datum und seinen Namen in Ausrufe- oder Fragezeichen hinzu. Direkt stellte er Forderungen und benannte seine Wünsche, wie zum Beispiel „Ich möchte Geld!“, „Ich brauche 1 Millonen !“ und reiht Geldbeträge in unterschiedlichsten Währungen auf. Eine weitere Schriftbilderserie besteht aus Namenslisten mit mächtigen und bedeutenden  Personen der Weltgeschichte. Es folgen aufeinander: „Karl-Heinz-Schellinnger, Bubi-Scholz! Johnn-Luißzs! Konrad-Ardehnnauer. Hansi-Ruhl! Rockko- Marscharhnok. Helmut-Haller. Ardolf-Hitler!,  usw.“ Er  verbindet diese Figuren mit seiner Identität.

 Erst bei näherem Hinsehen erkennt man, dass sich die Motive in den Zeichnungen von Helmut Paus (geb. 1959)aus einem unregelmäßigen Verbund paralleler Streifen ergeben, die ihrerseits aus unzähligen vertikalen und horizontalen farbigen Schraffuren bestehen. Figuren, Dinge und Szenen, die er aus Büchern, Katalogen oder Werbeanzeigen entnimmt, umreißt er zunächst mit dünnen Linien, um sie dann in linearen Abschnitten akkurat auszufüllen. Der Parallelverbund hält die Gegenstände im Bild, andererseits zerteilt er sie bis ins Unendliche.

 

Die Entstehung des Kunsthauses Kannen geht auf die Förderung künstlerisch besonders begabter Langzeitpatienten zurück, deren kreative Arbeit und Entwicklung seit den frühen 80er Jahren kontinuierlich unterstützt wurde. Deren künstlerische Arbeiten der Heimbewohner überzeugten so sehr, dass die Errichtung eines Kunsthauses Sinn machte. So hat das Kunsthaus Kannen im Laufe der Jahre nicht nur an Raum sondern auch national, wie international als Ort der Begegnung und des Austausches an Ansehen gewonnen.

 

Öffnungszeiten: Mo-Fr, 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr, nicht geöffnet an Feiertagen

www.diakonie-delatour.at

 

Kontakt:

Mag. Christine Stotter

Tel.: 04248 / 2248 - 200

christine.stotter@diakonie-delatour.at